Röntgen-Untersuchung
Was ist eine Röntgen-Untersuchung?
Bei der Erstellung eines Röntgenbildes werden elektromagnetische Strahlen (die sog. "Röntgenstrahlen") durch Teile des Körpers Ihres Tieres geleitet. Sie treffen auf Substanzen, die sie je nach Art, Dicke und Dichte mehr oder weniger durchdringen und somit den unter dem Tier liegenden Röntgenfilm mehr oder weniger stark belichten.
Daraus ergibt sich ein zweidimensionales Summationsbild der abgebildeten Organe in verschiedenen Grautönen.
Das röntgen-dichteste Material ist Metall, es stellt sich ganz weiß dar. Wir finden es eigentlich nur nach Verschlucken, Schußverletzungen, oder nach chirurgischen Eingriffen in Form von Implantaten im Körper.
Knochen ist etwas weniger dicht als Metall und stellt sich heller als die Weichteile (z. B. Organe, Muskulatur, Fett, Flüssigkeiten) dar.
Kaum röntgen-dicht ist Luft in den Lungen und im Magen-Darmtrakt. Luft stellt sich auf dem Röntgenfilm schwarz dar.
Wozu dient die Röntgen-Diagnostik?
Die Untersuchung dient sowohl dem Auffinden krankhafter Prozesse in den Körperhöhlen und knöchernen Strukturen, als auch der prophylaktischen Beurteilung züchterischer Merkmale (z. B. Hüft- und Ellbogendysplasie).
Im Falle einer anstehenden Geburt kann durch die Röntgendiagnostik die Anzahl der Welpen in der Gebärmutter meist genau bestimmt werden.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Für die Erstellung eines Röntgenbildes ist oftmals keine Narkose erforderlich. Ruhige Tiere können wir ohne Beisein des Besitzers röntgen, ängstliche Tiere beruhigen sich, wenn der Besitzer bei der Untersuchung dabei ist.
Für bestimmte Untersuchungen wird dem Tier vor der Aufnahme ein Kontrastmittel verabreicht.
Für einige Aufnahmen züchterischer Merkmale ist eine Narkose vom Zuchtverband vorgeschrieben.
Ist die Röntgenstrahlung gefährlich für mein Tier?
Nein, auch bei zahlreichen Aufnahmen kumuliert sich in der nur max. 15-20-jährigen Lebensdauer Ihres Tieres sicherlich keine krankmachende Dosis.